Viele Kinder erleben häusliche Gewalt mit, einige zerbrechen daran, andere werden stark dabei.

Unsere Angebote richten sich an Schulen, Fachpersonen in der sozialen Arbeit und Eltern. Sie haben zum Ziel,  aufzuzeigen, wie Kinder, die mittendrin sind, unterstützt werden können.

Nicht schon wieder, denkt Nino und zieht sich die Decke über den Kopf. Aus dem Wohnzimmer hört er seine Eltern schreien, wild durcheinander. Es poltert und kracht. Dann Stille.
War es das für heute, fragt sich Nino. Zum Schlafen kommt er noch lange nicht. Am nächsten Morgen muss er mehrmals von seiner Mutter geweckt werden.
Das Aufstehen ist schwierig nach einer kurzen Nacht. Heute sieht man Mama gar nichts an, denkt er, ausser dass sie geweint hat.
Erst beim Verabschieden, als er seine Mutter umarmt, zuckt diese kurz zusammen. Nino fragt, ob alles in Ordnung sei. Jaja, meint die Mutter.
Schweren Herzens geht Nino in die Schule. Er ist in der 3. Klasse. Heute wird ein Test geschrieben. Nino kann sich gar nicht konzentrieren. Ihm fällt einfach nichts mehr ein. Wie so oft nach solchen Nächten. Wie es Mama wohl geht?

Laut Schätzungen sind in der Schweiz innerhalb von 12 Monaten 10-16 Prozent der schulpflichtigen Kinder von häuslicher Gewalt betroffen (Seith, 2006).

Die Suchtprävention Aargau ist vom Kanton Aargau beauftragt, zur Prävention von häuslicher Gewalt bei Kindern, ein Angebot bereit zu stellen. Dieses ist für Aargauer Nonprofitorganisationen kostenlos.

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