Sommerferien – wenn aus erhoffter Erholung Stress wird

„Hast du der Nachbarin den Ersatzschlüssel schon gebracht, damit sie die Katze füttern kann? Und ist das Auto getankt? Und dann sollte man den Pflanzen noch zu trinken geben, den Kompost leeren und – hört jetzt endlich damit auf euch zu streiten wer im Auto wo sitzen darf!!“ Gehetzt versucht die Mutter alles in den Koffer zu quetschen und mit der freien Hand die streitenden Kinder zu trennen. Ihr Mann ist damit beschäftigt, die Geschäftsmails noch zu beantworten, die nicht warten können, und sucht genervt im Chaos auf dem Bürotisch die ausgedruckte Buchungsreservation für den Zeltplatz.

Was auf den ersten Blick nach Sonne, baden und Erholung tönt, kann sich als Belastung für die ganze Familie entpuppen: Ferien können durchaus auch eine stressige Zeit sein. Vor allem für die Eltern wird es oftmals kurz vor Reiseantritt nochmals so richtig nervenaufreibend.

Hohe (unerfüllte) Erwartungen und die ungewohnte Nähe bzw. Situation können zu einem angespannten Klima beitragen und dies wiederum ist Nährboden für Frust, Streitereien und häusliche Gewalt.

Wichtig ist, im ganzen Ferienstress weder Kopf noch Geduld und insbesondere nicht den Respekt vor einander zu verlieren. Damit die gemeinsamen Sommerferien trotzdem zur Erholung für alle Familienmitglieder werden, ist ein respektvoller Umgang untereinander genauso wichtig wie sich selber auch mal bewusst eine Auszeit zu nehmen.

 

Übrigens: Im ElternAlltag der Suchtprävention Aargau werden herausfordernde Erziehungsthemen angegangen und besprochen.

2017-08-03T08:56:58+00:00